Die andere Seite von Las Palmas
- Sonia
- 9. Mai 2022
- 3 Min. Lesezeit
Am Ostersamstag bin ich dann aus der WG aus- und in eine Art Hostel auf der anderen Seite der Stadt eingezogen. Das Hostel verfügt nur über Einzelzimmer. Das Badezimmer und die Küche sind aber gemeinschaftlich. Ausserdem gab es einige tolle Arbeitsplätze überall verteilt im Hostel, von wo aus man richtig gut arbeiten konnte. Sogar einen kleinen Raum mit Malutensilien gab es. Dieser hatte es mir besonders angetan, leider hatte ich in diesen Tagen so viel los, dass mir keine Zeit blieb diesen auch zu nutzen.

Direkt nach Einzug ins Hostel hatte ich mich mit Nau verabredet. Er flog am Ostersonntag nach Sevilla so war es unser letzter Tag den wir zusammen verbringen konnten. Wir fuhren mit seinem Auto in ein Dorf irgendwo in den Bergen. Von da aus machten wir eine Wanderung. Diese führte steil nach oben und da auch noch Calima herrschte und es einer der heissesten Tage war, war die Wanderung ziemlich anstrengend. Die Vegetation hat sich verändert je höher wir stiegen und an einem Wasserfall im Wald machten wir halt. Danach ging es auf der anderen Seite wieder runter.

Da wir sehr hungrig waren nach dieser Wanderung und ich vorher auch nicht ordentlich gegessen hatte, gingen wir als erstes in ein Restaurant. Nau bestellte für uns verschiedene Gerichte und vorallem das Kichererbsengericht und das Brot mit Ajoli hatte es mir angetan. Mit vollen Mägen fuhren wir weiter nach Gildar und dort gingen wir zu einem felsigen Strandabschnitt. Nau hatte mich vorgewarnt, dass da ein Mann wohnt der sehr gerne erzählt und so war es dann auch. Der Mann begann mit uns zu sprechen und zeigte uns sein Haus das in den Felsen gebaut war. Sein Grossvater hatte dies vor 46 Jahren erstellt. Es hat eine kleine Küche und ein Bad drin. Der Mann verbringt da seine ganze freie Zeit.

Danach gingen wir zu einem Felsen und legten uns dahin und genossen den Sonnenuntergang (der Aufgrund von Calima praktisch nicht zu sehen war :-) ).

Eigentlich wollte ich Abends noch mit Freunden ausgehen aber ich war total müde und ging auf direktem Wege ins Bett.
Am Sonntag fragte mich die Polin ob ich mitkäme auf einen Osterausflug. Ein Finne, den ich beim Bachata tanzen kennenlernte, hatte ein Auto gemietet und sie wollten die Insel erkunden. So bin ich ganz spontan mitgegangen. Wir fuhren zu demselben Ort den ich bereits gesehen hatte und sahen uns die Felsformationen an.


Danach fuhren wir weiter über die Bergstrassen (durch Calima war es oftmals sehr neblig) an farbigen Felsen vorbei zu einem Kaktuspark. Die Kaktussen (ok ich musste erst googeln und habe gemerkt dass die Mehrzahl Kakteen ist ;-) ) waren eindrücklich.



Zum Abendessen fuhren wir weiter nach Puerto de Mogan. Wir genossen frische Meeresfrüchte und eine Paella und schlenderten später mit einem Eis den Strand entlang. Gegen Abend mussten wir das Auto an den Flughafen zurückbringen und von da fuhren wir mit dem Bus wieder nach Las Palmas zurück.


Am letzten Tag in Las Palmas hatte ich einen Termin in der Stadt sodass ich nochmals zu Fuss neue Gegenden erkunden konnte.


Den Abend wollte ich dann aber nicht alleine verbringen. So traf ich mich mit dem Finnen zum Nachtessen und wir genossen eine Poke Bowl. Mit Lara hatte ich auch noch geschrieben und wir wollten uns noch voneinander verabschieden, so ist sie für einen Drink ebenfalls zum Restaurant dazu gekommen, was mich riesig gefreut hatte.
Mir ist es schwer gefallen mich von Las Palmas und den Menschen hier zu verabschieden. In den zwei Wochen ist mir diese Stadt - so chaotisch und gegensätzlich sie ist - ans Herz gewachsen.
Comments