Van Life - von Frankreich über Nordspanien nach Portugal
- Sonia
- 31. Aug. 2022
- 3 Min. Lesezeit

Bereits im Februar habe ich über Facebook einen Post gelesen, worin eine Deutsche jemanden gesucht hat, die mit ihr zusammen mit dem Van durch Europa reist. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wusste, was meine weiteren Pläne sein werden, habe ich ihr einfach mal geschrieben, dass wir ja in Kontakt bleiben können, vielleicht würde sich was ergeben. Und genauso wars dann auch. Sie fuhr im Juni mit
dem Van in Deutschland los und ich wollte Anfang Juli die Schweiz wieder verlassen. So kam es dann, dass ich mit dem Zug in den Westen von Frankreich fuhr und in Nantes Jasmin mit ihrem Van traf und wir von da an gemeinsam unterwegs waren. Den Van hatte sie von ihrem Vater ausgeliehen und es war ein kleines Arbeiterauto, welches hinten so umgestaltet wurde, dass man darin schlafen konnte.
Die ersten beiden Nächte verbrachten wir aber zusammen bei einer Französin. Sie wohnt etwas ausserhalb von Nantes und ihr Haus war noch ziemlich im Umbau sodass weder unser Schlafzimmer noch das Badezimmer Türen hatten. :-) Am Abend kochte sie für uns und erzählte uns von Frankreich. Jasmin hat sie über die Facebookplattform "Host a Sister" kennengelernt, wo Frauen anderen Frauen Schlafplätze anbieten oder lediglich auch Meetups.
Unsere Route führte uns danach in Richtung Küstengebiete wo zu dieser Zeit Waldbrände herrschten. In einer Unterkunft war am Morgen kaum mehr etwas zu sehen, da der Rauch so stark war. Auch wir rochen danach entsprechend. Es war erschreckend immer wieder auf der Strecke zu sehen, wieviele Waldteile bereits abgebrannt waren
. Ansonsten übernachteten wir aber hauptsächlich im Auto. Von Frankreich fuhren wir nach Nordspanien und kreuzten immer wieder Pilger auf dem Weg nach Santiago. Die ganze Küste hat mich sehr begeistert. Die ganze Stimmung vom Jakobsweg war immer wieder präsent. Besonders die Stadt Bilbao hat mir gefallen. Das Leben im Van war Freiheit pur. Mit den ersten Sonnenstrahlen langsam verwachen, gemütlich frühstücken, den Tag planen, losfahren und halten wo es einem gerade lieb war. Wir hatten zeitlich keine Einschränkungen. Ich dachte, dass ich bis Lissabon mitfahren würde und dann da noch etwas alleine bleibe und allenfalls etwas arbeiten würde. Doch die Zeit war so schön und ging auch wie im Flug vorbei. Nach der portugiesischen Grenze entschied ich dann doch noch bis in den Süden von Portugal bzw sogar bis in den Süden von Spanien mitzufahren. Eine Freundin die ich in Teneriffa kennengelernt hatte, hat mich zu sich nach Barcelona eingeladen um ein paar Tage bei ihr und mit ihr zu verbringen. So war mein Plan dann vom Süden von Spanien einen Zug zu nehmen um dann alleine bis zu ihr nach Barcelona weiterzureisen. Wir fuhren also weiter die Portugiesische Küste runter und genossen die wunderschönen Orte und Küstengebiete von Portugal. Genauso aber wie das Leben im Van so fantastisch ist, kann es auch anstrengend sein. Da wir keine Dusche dabei hatten, waren wir oft auf die (kalten!)
Strandduschen angewiesen. Manchmal gab es auch in kleineren Ortschaften öffentlich zugängliche Duschen. Ebenso benutzten wir jede Lidl oder Aldi Toilette und kehrten regelmässig bei MCDonalds für das Laden unserer Powerbanks und Handys ein. :-) Auch die täglich wechselnden Aufenthaltsorte und die teilweise sehr touristischen Orte zB im Süden von Portugal waren manchmal energieraubend. So freute ich mich natürlich auch wieder auf eine Wohnung mit Küche und warmer Dusche. Nichtsdestotrotz bleibt es einer meiner liebsten Arten durch ein Land zu reisen. Man kann so viel sehen und bleibt in Berührung mit der Natur und den Menschen.
In Sevilla verabschiedete ich mich Ende August dann von Jasmin und sie fuhr mit dem Van alleine der Küste entlang weiter. Ich nahm den Zug und fuhr damit nach Barcelona zu meiner Freundin. Jasmin und ich hatten aber bereits Pläne uns dann gegen Herbst an einem anderen Ort der Wert wieder zu treffen. :-)
Die Bilder zeigen unsere Route von Frankreich Nantes mit Schlössertour in Richtung Bordeaux und weiter der Küste nach Nordspanien, mit Ortschaften wie San Sebastian, Bilbao, Santander, Oviedo, A Coruna, Pontevedro und Vigo. Danach gings weiter in Portugal von Porto nach Lissabon und runter an die Algarve. Wo wir erneut die Grenze nach Spanien überquerten und über Jerez de la Frontera nach Cádiz bis hinunter nach Gibraltar fuhren.



















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